Tatort am 26.4.2009: Bittere Trauben

Zuerst nervte mich der Saarland-Tatort wegen der seltsamen Art, die Bilder zu verfremden. Man würde denken, dass der Killer/die Killerin unter Drogen stand oder so. Irgendwann ließ der Spieltrieb der Regie dann offenbar nach und nach einigen seltsamen Einstellungen konnten wir ersuchen, der Geschichte zu folgen.

Warum der eine Kommissar Bayer ist und mit einer Weinkönigin ins Bett hüpfen muss – mehrfach – bleibt unklar. Außer, weil er nur so auf die wesentlichen Clue stößt.

Diverse Nebenstories, wie der unglücklich verliebte rothaarige Sohn des aggressiven Bürgermeisters, der seinen Vater en passant ruiniert, oder die Pseudoromanze des Kommissarvaters mit der Bürotuss – die einmal einen auf ‚Adelheid‘ machen darf und deren Belege dann doch irgendwie nicht relevant sind (oder doch?)… – jedenfalls: Man hatte den Eindruck, als ob man alle 5 Minuten einen Verdächtigen geliefert kriegt: Weinhändler, Weinhändlersfrau, Winzer, Winzersfrau, Bürgermeister, Bürgermeistersohn, … Und eine statt 3 Lovestories (davon 2 unglücklich und in der Vergangenheit) hätte wirklich gereicht.

Das Ende, das fast nach Art einer grichiscehn Tragödie den Nicht-Möder aber Super-Schuldigen bestraft und die ‚versehentliche‘ Möprderin als seelisches Wrack zurücklässt und dann auch noch mit einem Postkartenbild der Saar-Touristenwerbung auftrumpft setzt einem sehr bedenklichen Unzerhaltungsabend die schiefe Krone auf.

Ich jedenfalls bin für Schimanski-Reruns…

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